Einladung zum Meditieren

Wenn ich nach draußen schaue, das heißt in die mediale Welt von heute, in die Ukraine und in andere Konfliktherde, kommt mir immer wieder ein Song aus den 80ern in den Sinn: 99 Luftballons von Nena.

Am Ende heißt es: „99 Jahre Krieg ließen keinen Platz für Sieger….., hab ´nen Luftballon gefunden, denk an dich und lass ihn fliegen….“ Und dann folgte dieser sphärische, nach oben entschwindende Klang einer E-Gitarre… Ich hätte damals mit 18 nicht gedacht, dass mich dieses Lied in meinem Leben nochmals so einholen würde, denn da ist alles drin für mich: Verzweiflung und Hoffnung.

99 Jahre sind keine Option

7 Jahre nach einem überstandenen Burnout weiß ich zutiefst, wie kostbar das Leben ist, und in mir überwiegt die Hoffnung, dass die Welt nicht 99 Jahre brauchen wird, um aus dieser lebensfeindlichen, sinnlosen Geisteshaltung herauszukommen. Ich möchte das gerne noch erleben, 99 Jahre sind nicht akzeptabel!

Um nach einer schweren Lebenskrise wieder ins Leben zurückzufinden, braucht es meiner Meinung nach mindestens drei Dinge:
Imaginationskraft, Verantwortung für die eigenen Gedanken und die Einkehr nach Innen.

Soll heißen, ich treffe die Wahl, wie ich etwas wahrnehme und interpretiere und suche nicht im Außen nach Ersatzlösungen.

Letzteres, also die Einkehr nach Innen, kann man auf verschiedene Arten erreichen. Eine davon ist Meditation, abgeleitet aus dem Griechischen „medumai“ → „ich sinniere über etwas“.

Frieden ist eine Entscheidung

Das Meditieren praktiziere ich seit langem, und ich weiß um die wohltuende Ruhe in der eigenen Mitte und den inneren Frieden, der sich einstellt. Innerer Frieden ist ein sehr beglückender Zustand. Alles ist dann so wie es ist. Es gibt keine Bewertung. Innerer Frieden ist eine Geisteshaltung, aus der heraus wir ganz anders handeln als aus der Unruhe, dem Unfrieden und der Bewertung heraus.

Vielleicht dreht es sich im Moment darum, die Entscheidung für den Inneren Frieden auszuweiten sowohl in der Zeit als auch in der Menge der praktizierenden Menschen; Meditieren mit offenen Augen sozusagen, wann immer benötigt.

Ich weiß auch, wie es sich anfühlt, wenn eine Gruppe von Menschen meditiert, sich gemeinsam fokussiert auf eine bestimmten Absicht. Das Gefühl bei sich zu sein und sich gleichzeitig verbunden zu fühlen und etwas in die Welt zu transportieren, hat mich immer wieder fasziniert. Die Wirksamkeit von Meditationen in der Gruppe ist mittlerweile dokumentiert und anerkannt. Wer es nachlesen möchte, wird z.B. beim HeartMath Institute fündig.

Leuchtturm in der Nacht

Jetzt ist es für mich an der Zeit, nicht nur teilzunehmen, sondern selbst etwas zum Laufen zu bringen, um in unserem derzeitigen Unfrieden eine Alternative zu bieten, einen Leuchtturm in der Nacht sozusagen.

Ich leite daher seit März eine Meditationsgruppe und lade dich ganz herzlich ein dabei zu sein.

Wir treffen uns

  • alle 14 Tage donnerstags
  • um 18:30 Uhr für ca. 20 Minuten auf zoom , die nächsten Male am 5. Mai, 19. Mai, 2. Juni 2022.

Du brauchst nur eine Internetverbindung und ein Handy.

Ich freue mich sehr, wenn du dazu beitragen möchtest, ein anderes geistiges Klima auf unserer Erde zu etablieren, eines von Frieden und Mitgefühl.

Und wenn du denkst, ich bin viel zu klein, als dass ich eine Wirkung auf die Welt haben könnte, dann versuche mal zu schlafen, während eine Mücke im Zimmer ist… Das soll der Dalai Lama gesagt haben. Ich glaube es sofort. 🙂

Herzliche Grüße und bis Donnerstag